Sonntag, 19. September 2010

Neuigkeiten aus PE

Die letzten 2 Wochen verliefen eigentlich ziemlich ruhig. Keine größere Unternehmung und riesen Aktionen standen auf dem Programm.

Unser wöchentliches Leben läuft ziemlich nach demselben Muster ab. Morgens gehen wir an die Uni und verweilen dort ein paar Stunden bis uns die Mittagspause und der Hunger zum Aufhören bewegt. Die Mittagspause wird dann meistens zum Feierabend. Am Freitag hatten wir wieder ein Meeting mit unserem Ingenieur. Wir haben ihm wieder mal ein paar Konzepte vorgestellt und haben ihm ein paar Fragen gestellt bezüglich unserer Weiterarbeit. Er war wiederrum begeistert von unseren Vorschlägen, wie schon oft, und nun dürfen wir nächste Woche am Mittwoch bei einem Meeting einiger GM Ingenieure anwesend sein. Das wird sicher sehr interessant werden.

Letzte Woche war auch ein Professor aus Reutlingen in PE. Mit ihm haben wir uns dienstags getroffen und haben ihm erzählt was wir machen. Er ist für die ganze Südafrika-Praxissemestersache verantwortlich. Wir redeten über anfängliche Probleme, über unser Praktikum und über das Land an sich. Es war also relativ interessant. Er war selber schon längere Zeit hier unten in PE, hat hier Vorlesungen gehalten und kommt eigentlich jedes Jahr mindestens einmal hierher.
Nunja für ihn war es auch ein offenes Geheimnis, dass sich unsere Arbeit in Grenzen hält. Er fragte uns, ob wir denn am nächsten Tag wieder an der Uni in unserem Arbeitsraum anzutreffen wären. Wir sagten natürlich, dass wir jeden Tag da sind. Sein Kommentar: Dann glaub i halt des au no!
Ja er weiß glaub ich, dass wir uns hier nicht überarbeiten.

Ja so gehen die Wochen auch vorüber. Gestern war dann wieder mal etwas Neues angesagt. Wir haben uns Karten für die Cricket Airtel Championsleague gekauft. Hier spielen die besten Cricketmannschaften der Welt gegeneinander. Gestern waren 2 Spiele im St. George´s Park in PE.
Angefangen hat das erste Spiel um 13:30 Uhr.

Wir saßen auf einer Wiese und schauten, dem am Anfang leicht seltsam wirkenden Sport, zu. Nach einiger Zeit verstanden wir die Spielregeln und es war relativ interessant zuzuschauen. Das Spiel ähnelt Baseball, aber es ist dennoch völlig anders. Zu einem Cricketspiel gehört, wie uns gesagt wurde, unbedingt Bier. Das ist so wie man zum Grillen Fleisch braucht! Außerdem wird mit der Zeit das Spiel auch ab und zu langweilig. Eine Mannschaft darf immer 20 Overs Bälle werfen. Pro Over je 6 Bälle. Das heißt eine Mannschaft wirft immer 120 Bälle und dann wird gewechselt. Also ein ziemlich langwieriger Prozess. Das Wetter spielt in den letzten Tagen leider auch nicht mehr so mit und es hat ab und zu leicht angefangen mit Regnen. Um 17:30 Uhr war dann das zweite Spiel an der Reihe. Gegen 8 haben wir uns nachdem sich das Stadion relativ geleert hat auf den Weg zur Tribüne gemacht. Wir hatten zwar keine Karten dafür, aber es war auch niemand der uns kontrolliert hätte. Also verfolgten wir aus dem obersten teil des Stadions den Rest des Spiels. Dies wurde sogar gegen Ende echt spannend weil die Verlängerung über den späteren Sieger entscheiden musste. Gegen 9 Uhr war dann das Spiel entschieden. Wir ruhten uns dann abends von dem harten Tag aus und schliefen erst Mal aus.

Heute war es den ganzen Tag recht bewölkt, ab und an mal ein bisschen Regen. Eigentlich war für heute nichts geplant, aber ein Anruf brachte uns zu einer Unternehmung der besonderen Art.

Andere Deutsche, auch Reutlinger Studenten, die wir kennen haben jemanden kennen gelernt der im Walmer Township in PE lebt. Townships sind Gebiete in denen früher während der Apartheid die schwarze Bevölkerung gelebt hat und heute bestehen diese Gebiete immer noch weiter. Wir sind also zu 6 dort hingefahren und wurden von 2 jungen Männern freudig empfangen.

Bevor ihr nun mitbekommt wie es in einem Township so zugeht, will ich kurz darauf eingehen, was wir davor über Townships gehört hatten. Aus bisherigen Erzählungen wurde uns immer vor solchen Gebieten und den Leuten dort gewarnt. Uns wurde immer abgeraten dort hinzugehen. Also eher alles relativ negative Stimmen.
Ja unsere beiden Führer erzählten uns etwas über die Geschichte des Townships und über die Leute die in den Townships wohnten und immer noch wohnen.

Derzeit leben dort auf rund 4 Quadratkilometern 85 000 Schwarze und Colureds. Unser Führer, ich hab leider seinen Namen vergessen, erklärte uns das Leben im Township und erzählte uns von der „Humanity“ die in so einem Township herrscht. Die „Humanity“ , Menschlichkeit, sagt aus, dass jeder dem anderen hilft wenn er irgendwelche Probleme hat. Fehlt jemand zum Beispiel Salz zum Kochen hilft ihm der Nachbar aus der noch Salz übrig hat. Das Leben ist wie das Leben in einer einzigen großen Familie, jeder kennt jeden und hilft Jedem. Sie führten uns in Walmer Airport Valley, den am Schlechtesten ausgebauten Teil des Townships. Kein fließend Wasser, legal kein Strom, nur illegal über irgendwelche alten Kabelleitungen verlegt. Alle Bewohner von 3 langen Straßen müssen sich Wasser an einer einzigen Pumpstation holen und in Eimern in ihre Hütten transportieren. Die Hütten sind meist aus Wellblechen und einfachen Holzpallisaden aufgebaut. Im Inneren ,wir durften uns 2 Hütten von innen ansehen, befindet sich so das nötigste was man zum Überleben braucht, ein Bett eine kleine Küche mit einem Paraffinbrenner und ein kleines Sofa. Und dass alles auf vielleicht 12 Quadratmetern.

Mittlerweile, nach dem Ende der Apartheid in den 90er Jahren wurden von der Regierung die Townships „renoviert“ und unterstützt. Es gibt mittlerweile Schulen im Township und die Regierung baut neue Häuser. Diese Häuser sind vom Standard doch weit besser, als die selber gebauten Hütten.

Bei unserer Tour hat uns jeder der uns gesehen hat freundlich begrüßt, die Kinder kamen hergerannt und wollten ein Foto machen. Also alles in allem genau das Gegenteil dessen, was uns zuvor so zu Ohren gekommen ist.
Nach 2 Stunden war dann die Tour zu Ende und wir haben so einen Eindruck bekommen wie das Leben in den Townships früher war und wie es jetzt ist.

Es war sehr beeindruckend, wie Leute so zufrieden sein können, in doch so schlechten Wohn und Lebensverhältnissen. Wie Leute so freundlich sein können gegenüber Weißen, die sie Jahrelang unterdrückt haben und viel besser leben wie Sie. Das hat mich schon richtig beeindruckt. Es ist halt ein völlig anderes Bild nochmal von Südafrika, aber ich bin froh auch mal dieses Bild gesehen zu haben. Denn auch Townships und ihre Bewohner gehören zu Südafrika und zu dem Leben hier.

Ich kann jedem nur empfehlen, der mal die Gelegenheit zu so einer Tour bekommen sollte, macht sie mit!

Somit ging für mich ein erlebnisreicher Tag zu Ende!

Ich wünsch euch Allen ne schöne Woche!

Liebs Grüßle Hops

Dienstag, 7. September 2010

Ereignisreiches Wochenende in Bloemfontein und Umgebung

Man kommt doch schon manchmal auf verrückte Ideen, wenn man in einem fremden Land unterwegs ist.

Gerade findet der TRI Nations Cup im Rugby statt bei dem duellieren sich die Nationalmannschaften Südafrikas, Neuseelands und Australiens. Die Springboks, die All Blacks und die Wallabies.

An den letzten Wochenende waren wir immer im Boardwalk in PE und haben uns dort die Spiele auf Großleinwand angeschaut.

Letzte Woche sind wir spontan auf die Idee gekommen übers Wochenende nach Bloemfontein zum Spiel Südafrika gegen Australien zu fahren. Wir haben noch kurzfristig Karten organisiert und haben uns am Freitag um 6:30 Uhr mit leichter südafrikanischer Verspätung auf die Reise gemacht.

Die Hinfahrt war eigentlich echt interessant, die Landschaft war recht karg aber dennoch schön, leider war es ca. 6 h die gleiche Landschaft. Nach einigen Baustellen an denen man mal 15 Minuten warten musste und einigen dreispurigen Überholvorgängen auf eigentlich 2 spurigen Fahrbahnen sind wir so gegen kurz nach 13 Uhr in Bloemfontein angekommen. Wir haben dann mal unseren Reiseführer zu Hand genommen und haben gelesen was Bloemfontein so zu bieten hat.

1 Sehenswürdigkeit: Der Rosen Garten mit über 4000 verschiedenen Rosenarten, naja wir haben halt erst am Eingang bemerkt, dass hier gerade erst der Frühling anfängt und deshalb keine Blumen blühen.

2. Sehenswürdigkeit: Ein Tierpark mitten in der Stadt wo Tiere frei herumlaufen.
Diesen haben wir dann mit unseren guten navigatorischen Fähigkeiten nach kurzer Irrfahrt aufgefunden. Nach ner halben Stunde und keinem Tier haben wir mal andere Leute gefragt ob wir überhaupt richtig sind. Die Antwort war ja! Leider haben wir nur Vögel gesehen. Das einzig erfolgreiche daran war der gute Ausblich auf ganz Bloemfontein.

Ja somit war unser Tag auch zu Ende und wir machten uns auf die Suche nach einem Backpacker. Der Ausflug war ja spontan deshalb haben wir nichts vorgebucht.
Wir hatten Glück und bekamen im ersten und einzigen Backpacker, das wir aus einem Buch kannten, die letzten 4 Betten. Die Besitzerin sagte uns, dass bei Rugbyspielen immer alles bis aus letzte Bett ausgebucht sei. Nunja wir hatten halt Glück!
Am Abend machten wir uns nach kurzem Powerschlaf noch ein bisschen auf die Socken und haben das Nachtleben von Bloemfontein aufgesucht. Gegen 12 Uhr war dann aber doch Zapfenstreich und wir mussten uns vom harten Tag ausruhen.

Samstags haben wir beschlossen die restlichen Sehenswürdigkeiten Bloemfonteins außer Acht zu lassen und haben uns nochmals ein paar Kilometer ins Auto gehockt und sind nach Kimberley gefahren.

Kimberly ist für den Diamantenabbau in den vergangen Jahrhunderten bekannt und besitzt das BIG HOLE (Großes Loch). Es wurde nur durch einfache Werkzeuge und Menschenhand ausgehoben und ist 800 Meter tief und hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer. Nach einem kurzen Rundgang durch die Räume mit dem geschichtlichen Geschehen und einem kurzen Film haben wir uns dann das große Loch angeschaut. Das Loch ist mittlerweile nicht mehr 800 Meter tief, es sind wieder Gesteinsmassen ins Loch geplumpst. Aber dennoch wars ein ziemlich großes Loch für rein Handarbeit. Nebenan war noch die Stadt nachgebaut wie sie um die Hoch-Zeit des Diamantenabbaus aussah.

Um rechtzeitig zum Spiel zurück zu sein haben wir uns dann bald wieder auf den Rückweg gemacht. Um 3 Uhr waren wir am Stadion und es steppte der Bär. Sowas hab ich echt noch nie gesehn. Hunderte von Autos und Leuten ums Stadion verteilt auf den Straßen und Parkplätzen und alle hatten ihren Grill dabei. Überall roch man die Boerwoers, die afrikaansche Grillwurst, und sah man den Grill rauchen. Natürlich floss auch Alkohol in rauhen Mengen.

Nach einer Umrundung des Stadions und nem Bierchen vorm Anpfiff haben wir uns rechtzeitig zum Kick OFF um 5 Uhr ins Stadion begeben. Unsere Plätze waren in der 5 oder 6 Reihe, das heißt beste Aussicht auf das Geschehen.

Und dann gings los. Das Stadion bebte und während der südafrikanische Nationalhymne sang glaub ich jeder der über 40000 Zuschauer mit außer uns 4 Deutschen, die sie leider nicht auswendig können. Eine Stimmung wie man sie mit Worten einfach nicht beschreiben kann!

Ja das Spiel an sich war auch echt spannend, Australien hat in der ersten Halbzeit schon mit 31:6 geführt. In der 2ten Halbzeit hat dann Südafrika den Turbo aufgedreht und führte mit 33:31. Bis zur letztem Minute führte Südafrika mit 39:38 dann jedoch entschied der Schiedsrichter auf penalty kick (Strafstoß) gegen Südafrika und Australien hat mit einem sehenswerten Weitschuss durch die Stangen die Partie in letzter Sekunde noch mit 41:39 gewonnen.

Wir blieben noch einige Minuten nach Spielende sitzen und waren so ziemlich die Letzten die aus dem Stadion gingen. Wir suchten unser Auto auf und kämpften uns durchs Verkehrschaos zurück in unser Backpacker. Wir entschieden einen kurzen Powernapp einzulegen und haben den Wecker au 10 Uhr gestellt um uns noch ins Nachtleben zu stürzen. Das ging aber nach hinten los und wir sind erst wieder um 12 Uhr aufgewacht. Dann haben wir uns noch ein wenig unterhalten und sind auf die tolle Idee gekommen, dass wir anstatt zu feiern noch ein wenig durch die nächtlichen Straßen von Bloemfontein fahren könnten. Gesagt , getan! Nach ner schönen Stadtrundfahrt sind wir dann um kurz nach 2 ins Bett gegangen.

Sonntags entschieden wir uns nach einem Frühstück bei einem Fastfoodrestaurant, die unsere Versorgung das Wochenende über waren, uns gleich auf den Heimweg zu machen.
Wir fuhren also los und machten nach 450 km Halt im Mountain Zebra Nationalpark der direkt neben der Autobahn lag.

Wir sahen dort Springböcke, andere Bockarten, Zebras und Affen. Leider kein Nashorn, kein Büffel und auch kein Gepard. Aber landschaftlich wars doch recht interessant, die Route die wir gefahren sind ging anfangs ziemlich den Berg hoch und unser Kellogsauto hats fast nicht gepackt. (Das Auto haben wir uns übers Wochenende gemietet.)

Um kurz vor 5 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht die restlichen 250 km zu fahren.
Die letze Stunde sind wir dann auch in der Dunkelheit gefahren, was hier nicht so empfohlen wird, weil doch ab und zu mal ein Tier auf der Straße stehen kann. Passiert ist aber nichts!

Ein ereignisreiches Spontanwochenende mit viel Spass!

Also dann schöne Woche!

Gruß Hops/Tobi


PS: Bilder werden nachgereicht!

Sonntag, 29. August 2010

Dies und Das

Es ist mal wieder Zeit für ein Bericht. Sonst vergess ich wieder alles was ich so gemacht hab in letzter Zeit.

Dann fang ich doch mal mit dem eigentlichen Grund an warum ich hier in Südafrika bin, dem Praktikum. Mittlerweile hatten wir schon unser Meeting mit unserem Ingenieur von GM und er war eigentlich vollkommen zufrieden mit unserer Arbeit. Wir haben uns ein bisschen in die altertümliche Zeit zurückversetzt und haben unsere ersten Konzepte handgeschrieben und mit Handskizzen versehen vorgelegt. Aber ihm hat´s gefallen das ist das Wichtigste. Keith Heydenrych, so heißt der Ingenieur, ist auch sonst voll locker drauf. Er begrüßt uns erst Mal immer mit nem Witz, wenn wir kommen. Er fährt auch ziemlich gern Fahrrad, ist vorletztes Wochenende 260 km mit dem Mountainbike unterwegs gewesen, in 16 Stunden am Stück. Deshalb wurde das Thema Radfahren natürlich gleich in unser Meeting eingebaut! Unser 2tes Meeting, an dem wir unsere Konzepte verfeinert vorstellen sollten und ein neues Problem bearbeiten sollten wurde leider Freitag morgens um 8 Uhr, eine Stunde vor dem Treffen, abgesagt. Er hatte wohl an dem Tag ein wichtigeres Meeting als Unseres. Jetzt ist es halt auf Montag verschoben worden!

Letzte Woche haben wir ihm eine Mail geschrieben und haben gefragt wie wir denn genau unsere Konzepte verfeinern sollen. Als Antwort kam in etwa das zurück: Er freut sich, dass wir so verwirrt sind und wir sollen einfach mal alles, was wir uns so überlegen, auf Papier bringen, egal wie blöd es auch klingen mag! Ja das haben wir dann auch gemacht! Mal schauen was er morgen dazu sagt!
Also nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir jetzt immerhin ein bisschen was zu tun!

Nun aber zu den Anderen Sachen, die hier so passiert sind.
Ich fang mal beim letzten Wochenende an. An unserer Uni der NMMU wurde dieses Jahr die Intervarsity ausgetragen. Ein Sportwettbewerb bei dem sich 4 Unis aus der näheren und weiteren Umgebung gegenseitig duellieren. Und das in allen möglichen Sportarten. Wir sind samstagmittags zum Rugby Spiel ins Unistadion gefahren und es war echt die Hölle los. Überall gröllende Fans mit leichtem Alkoholüberschuss im Blut. Ja leider haben wir die Rugbyregeln zu dem Zeitpunkt noch nicht so richtig verstanden, aber es war trotzdem lustig anzuschauen. Sogar Cheerleader waren am Start!  Nach dem Spiel war dann Fußball an der Reihe aber da haben wir uns nur noch 10 Minuten abgeschaut. Danach sind wir gleich weiter zum nächsten Rugbyevent, gerade wird der Tri-NationsCup ausgetragen, an dem Südafrika, Australien und Neuseeland beteiligt sind. Es and ein Spiel zwischen Neuseeland und Südafrika statt. Und wir haben es unter vielen südafrikanischen Fans auf Großleinwand verfolgt. Leider hat Südafrika in letzter Minute noch verloren.

Abends fand an der Uni anlässlich der Intervarsity ein großes Fest statt. Und was will man sagen der Alkohol unter den hauptsächlich Studenten hat sich über den Tag nicht abgebaut. Leider gab es auch ein paar unschöne Augenblicke an dem Abend. Da wir unsere Eintrittsbändel schon mittags gekauft hatten, dachten wir dass wir auch erst ein wenig später kommen können. Wir sind mit dem Auto losgefahren und haben 1 Stunde gebraucht um allein durch die Kontrolle, die alle Fahrzeuge auf Alkohol kontrolliert haben, durchzukommen. Wir mussten alle austeigen, es wurde unter den Sitzen geschaut und natürlich wurde auch der Kofferraum durchsucht! Also alles ziemlich streng!

Nachdem wir dann noch einen Parkplatz gefunden hatten, sind wir mal Richtung Eingang gelaufen. Dort sahen wir ein nächstes großes Hinderniss. Menschenschlangen bis ins Unendliche. Wir haben uns aber trotzdem mal angestellt und haben unser Glück versucht. Die Securitys am Eingang haben halt immer mal wieder nur 2-3 Personen reingelassen.

Dann fing auf einmal das Unheil an. Wir standen mitten in ner großen Menge und auf einmal hats von hinten nur noch geschoben und gedrückt. Somit wurde das mehr oder weniger große Tor am Eingang aufgedrückt. Leider mit so einer Geschwindigkeit und Kraft, dass viele auf dem Boden lagen und übertrampelt wurden. Wir konnten uns zum Glück schnell aus der Masse befreien und außer ein paar Tritten auf die Füße haben wir auch nicht abbekommen. Aber anderen die auf dem Boden lagen ging´s nicht mehr so gut. Wir haben uns dann vor dem nächsten Ansturm schnell in Sicherheit gebracht. Nach eher schlechter Musik und Gedränge im Festzelt sind wir dann wieder ziemlich früh nach Hause. Am Ausgang war eine ziemlich gereizte Stimmung, einige versuchten immer noch durch die Kontrolle zu gelangen. Ein paar hat´s leider auf dem Elektrozaun ein bisschen gebruzzelt, beim Versuch unbemerkt an den Kontrollen vorbeizukommen. Am Ausgang war auch ein großes Polizeiaufgebot am Start, mit ziemlich gefährlich aussehenden Waffen. Also so ganz lustig war das Ganze nimmer. Aber wir sind dann noch gut nach Hause gekommen, das war die Hauptsache.
Am nächsten Tag sah man dann auch die ganze Verwüstung der großen Party, überall lagen in großen Mengen Bierdosen uns sonstiger Müll rum.

Die Woche über waren wir ziemlich oft am Strand mittags und haben ein 2 gegen 2 Kick gestartet. Zum Sonnen war´s jedoch ein wenig zu windig.
Kochen tun wir auch sehr gern. Aufgrund der billigen Preise für Fleisch gibt´s natürlich sehr oft Fleischgerichte. Aber natürlich gibt’s auch Gemüse oder Salat dazu.

Die größte Aktion war bisher für 15 Personen Kässpätzle mit Krautsalat zu machen. Hauptsächlich zu 2 waren wir beschäftigt, Kraut zu schneiden, Teig zu kneten von Hand, Spätzle zu schaben mit mehr oder weniger hilfreichen Küchengeräten, Zwiebel zu schneiden, anzubraten …. . Also war doch ein ziemliches Geschäft. Aber auch ziemlich lecker! Wir haben zum Glück auch nur Lob abbekommen!

Auch sonst gibt’s eigentlich immer leckere Essen.

Einmal hab ich mittlerweile auch schon Brot gebacken, leider gibt’s hier hauptsächlich nur Weißbrot, nichts für mich der anderes gewohnt ist. Ja aber leider gestaltet sich auch das eigene Brotbacken ein wenig schwer. Dazu muss man erst mal dunkles Weizenmehl finden, hier gibt´s hauptsächlich nur Maismehl. Aber auch die Schwierigkeit wurde überwunden und das Backen konnte beginnen. Der Backofen hat leider auch nur ne Temperaturanzeige und man weiß aber nicht ob er schon warm genug ist. Dann wurde es halt ein Gefühlsbacken. Hat aber auch recht gut funktioniert!

Gestern, also am Samstag sind wir früh morgens um 8 Uhr mit unserm Jetta in Addo Elephant Park, er liegt etwa ne dreiviertel Stunde von PE entfernt. Da hab ich dann auch zum ersten Mal Elephanten gesehen, die manchmal direkt neben unserm Auto standen oder liefen. Man konnte sie meist an irgendwelchen Wasserlöchern beobachten. Zu den Elephanten kamen noch Wildschweinähnliche und Rehähnliche Tiere, Straußen, Schildkröten, übergroße Mistkäfer, Schakale und noch n paar Vögel. Also war eigentlich ganz interessant, leider haben wir keine Nashörner und Büffel gesehen.

Gegen 4 Uhr waren wir wieder daheim und haben uns anschließend wie die Woche davor, Rugby angeschaut, diesmal Südafrika gegen Australien. Südafrika hat dieses Mal auch gewonnen!

Heute haben wir dann erst mal ausgeschlafen weil wir alle recht fertig sind. Heut mittag gehen wir vielleicht noch zum Sardinia Bay, der schöne Strand an dem wir schon mal waren.

So jetzt habt ihr wieder mehr als genug zum Lesen, dann bis zum nächsten Mal!

Lieber Gruß Tobi/Hops

Mittwoch, 18. August 2010

Kontakt

Nur zur Info, dass ihr auch mal wisst wo ich wohne!

Tobias Buerker
3 Rubin Crescent
Summerstrand
Port Elizabeth
6001
South Africa

Dann gibt´s noch n Haustelefon, falls mal jemand dringend was will:

0027 415834545 (Festnetz Telekom: mit 01059: 2,1 Cent; mit 01032: 2,8 Cent )

Meine Südafrikanische Handynummer:

0027 738014202 (auch hier gibt´s ne günstige Vorwahl: 01086: 7,3 Cent; 01045:8,2 Cent)

Und weiterhin per Mail:
tobias.buerker@gmx.de

Monatsbilanz

Ich kann es selber kaum glauben, aber ich bin jetzt schon über ein Monat hier in PE. Das ging mal rasend schnell! Ich fühl mich nun aber auch schon ein wenig heimisch hier, so wie wenn ich schon immer da gewesen wäre! Das liegt glaub auch mit daran, dass es mir so gut gefällt hier!

Was ist sonst so los bei mir?
Also soviel Neues gibt es eigentlich nicht zu berichten. Die letzte Woche verlief wie die Wochen davor. Nun haben wir mittlerweile „ein wenig“ mit Arbeiten angefangen, aber überarbeiten tun wir uns noch nicht. Wir haben uns mittlerweile für unsere 2 Projekte Konzepte erarbeitet, wie man die Probleme am Besten lösen könnte. Aber natürlich passen auch wir uns mittlerweile ein wenig der südafrikanischen Gemütlichkeit an. Das Meeting mit dem Ingenieur von GM war eigentlich für Dienstag, diese Woche geplant, findet jetzt aber erst am Freitag statt.

Gestern haben wir mittlerweile unseren vierten Geburtstag in unserm Haus gefeiert. War ein langer Abend mit ca. 50 Leuten und ner Menge Alkohol. Deshalb war heute morgen erst mal ausschlafen angesagt.

Gegen 6 Uhr heut morgen bin ich dann plötzlich aufgewacht, weil irgendwo in der Nähe ne Alarmanlage ausgelöst hat. Da ich mein Zimmer im unteren Stock des Hauses hab und mein Fenster offen war, hab ich das alles ziemlich genau gehört. Kurz nachdem die Alarmanlage anging hab ich dann ein scharendes Geräusch an unserer Mauer gehört, die ja eigentlich mit Stacheldraht umgeben ist, dann ein Springgeräusch und schließlich jemand der an meinem Fenster vorbeigerannt ist. Kurz danach sind Polizei und Security Leute durch unseren Garten gerannt und haben die Verfolgung aufgenommen. Wie ich heut morgen mitbekommen hab, ist in unserer Straße, 2 Häuser weiter eingebrochen worden. Die Polizei und Securitys sind dann mit 4 oder 5 Autos angerückt und haben mit Fernlicht die Wiese neben unserm Haus durchsucht, aber anscheinend erfolglos. Jaja da war was los!

Ja letzte Woche war ich auch mal wieder golfen, hab ungefähr 100 Bälle abgeschossen und mehr oder weniger getroffen, also gegen Ende hat´s echt gut geklappt. Einige sind mit nem normalen Eisen 125m geflogen. Naja ernsthaft interessiert bin ich glaub nicht an dem „Sport“. Aber ich muss sagen nach 100 Bällen merkt man am nächsten Tag sogar, dass man was gemacht hat. Kann aber vielleicht auch an der falschen Bewegungsausführung liegen! Sonst geh ich weiterhin regelmäßig joggen. Gestern warn wir am Strand bei wunderbar warmen 26 Grad. Nach nem 2 gegen 2 Kick am Strand bin ich dann zum ersten Mal baden gegangen. Es war zwar anfangs doch recht frisch, aber bei den Temperaturen war es eine willkommene Abkühlung. Sogar einen leichten Sonnenbrand im Winter hab ich mir geholt :-) . Der verwandelt sich aber sicherlich in Bräune!

So nun zu meiner Monatsbilanz:
Ich machs kurz: Mir geht´s gut hier! Land, Leute, Landschaft, alles passt!
Klar manchmal denke ich auch an Deutschland, an Kayh, an Freunde, Verwandte und sonstige Dinge aus der Heimat. Aber ich glaub das ist alles normal, das ist einfach so wenn man weg ist.

Also dann ihr werdet von mir hören wenn´s was Neues gibt!

Ganz lieber Gruß Hops/Tobi

Montag, 9. August 2010

Tsitsikamma Nationalpark

Am Wochenende warn wir mit unserm Jetta im Tsitsikamma Nationalpark unterwegs. Der Park liegt an der Garden Route ca. 160 km von PE entfernt und ist einer der ersten Nationalparks, die in Südafrika eröffnet wurden.

Freitags sind wir um 11 Uhr in PE losgefahren und sind nach ca. 2h Fahrt dort angekommen. Wir waren etwas früher da wie die Anderen, deshalb haben wir entschieden, dass wir noch ein wenig die Gegend erkunden. Nach kurzer Fahrt kamen wir zu einem Schild das auf den BIG TREE (Großer Baum) hinwies, über den Baum steht in jedem Reiseführer was drin. Also haben wir unsere Schuhe geschnürt und sind losgelaufen. Der Wald sah eigentlich ziemlich gleich aus wie in Deutschland, nur die Baumarten warn n bissl anders. Dann stand er vor uns der Big Tree, 37 m hoch, Baumkronendurchmesser um die 32 m, Stammdurchmesser 4m, 800 Jahre alt. Ja war also schon n recht großer Baum. Nach ner kurzen Fotosession haben wir uns entschlossen nach weiteren Großen Bäumen zu suchen, leider haben wir auf unserer 4 km langen Wanderung keinen mehr entdeckt. Nach unseren Nachforschungen sind wir direkt an Zwei weiteren vorbeigelaufen, ohne sie bemerkt zu haben. Genächtigt haben wir in nem Backpacker, in Zweimann-Zelten. Gegen abend hat uns ein Hungergefühl aufgesucht, also haben wir mal nachgefragt, wo denn der nächste Supermarkt wäre. Naja die Antwort war: ca. 70 km entfernt! Außer ein kleiner Laden, in dem es nicht wirklich was zu essen gab, was essbar aussah, gab es weit und breit kein Supermarkt. Aber Gott sei Dank sind wir ja in Südafrika in einem Fastfoodland und eine kurze Fahrt zur nächsten Tankstelle hat uns die nächsten beiden Abendessen beschert. Hier ist so gut wie an jeder Tankstelle ein Fastfoodrestaurant zu finden.

Am Samstag sind wir mit unserm Auto in den Park gefahrn und haben erst mal am Meer die wunderbare Landschaft genossen. (Bilder anschauen!) Es war der Hammer, sowas hab ich noch nie gesehen. Einfach genial. Das Zusammentreffen von Meer, Wald und steiniger Küstenlandschaft. Und wie solls auch anders sein, das Wetter war auch mal wieder top. Wir haben sogar das Glück gehabt 2 Wale zu sehen, leider waren diese ein wenig weit weg um sie zu fotografieren!

Um noch mehr zu sehen, wanderten wir auf 2 verschiedenen Routen um die 4-5 Stunden durch Wald- und Küstengebiete. Der Weg führte uns zu 3 Hängebrücken und hinauf auf eine Aussichtsplattform von der man einen atemberaubenden Weitblick hatte. Auf der zweiten Route sind wir dann direkt an der Küste entlang auf Steinen zu einem Wasserfall gewandert. Der Weg war interessant zu laufen manchmal auch ein wenig schwierig. Aber genau richtig für einen wie mich!

Nach einer klaren Nacht mit sehr vielen Sternen am Himmel, also ich glaub in Südafrika gibt’s mehr Sterne wie in Deutschland, sind wir Sonntag morgens zur welthöchsten Bungee Jump Brücke gefahren. Die Bloukransbridge: 216 in die Tiefe stürzen. Eine Hauptattraktion in dem Park, was man auch an den vielen Touristen, die dort waren gesehen hat. Zwei aus unserer Gruppe haben sich entschlossen zu springen, jedoch war soviel los, dass sie 4 Stunden warten mussten bis sie an der Reihe waren. Unser Auto hat dann entschlossen Richtung Heimat zu fahren und unterwegs noch einen kurzen Zwischenstopp in Jeffreys Bay zu machen. J-Bay ist das Surfmekka von Südafrika und bei den Surfern weltweit bekannt. Billabong- und Quicksilverläden ohne Ende. Leider hat´s keine großen Wellen gehabt. Dort haben wir n kurzes Shopping eingelegt und sind anschließend die letzten 70 km nach PE zurückgefahren.

Heute, am Montag also, ist hier Feiertag, der Womansday. Solche Tage werden zum Waschen und Bericht schreiben verwendet. Das Wetter ist leider nicht mehr so schön, die Sonne scheint zwar noch die meiste Zeit, aber zwischendrin regnets mal. Seit gestern geht auch ein starker Wind, der die ganze Sache dann doch recht kalt macht.

Also ich geh mal Wäsche aufhängen, ihr hört von mir wenns was Neues gibt!

Liebs Grüßle Tobi/Hops

Samstag, 31. Juli 2010

Zwei Wochen vorbei!

Ja mir kommt´s schon fast wie eine Ewigkeit vor wie lang ich hier bin, aber es sind doch erst 2 Wochen. Ich hab mich hier mittlerweile gut eingelebt und mir geht´s echt gut hier! Natürlich vermiss ich auch ab und zu Mal das ein oder andere aus der Heimat.

In den letzten Tagen sind wir ein paar Mal unseren Praxissemestertätigkeiten nachgegangen. Wir wissen nun mittlerweile nach 2 Wochen was wir grob zu tun haben in den nächsten Wochen und Monaten. Leider haben wir ein wenig eine „Schlafkappe“ als Betreuer von GM, der nichts auf die Reihe bekommt. Wir müssen dauernd nachfragen wie´s denn jetzt weitergeht und er sagt von sich aus eigentlich so gut wie gar nichts. Nächste Woche werden wir weitersehen. Am Donnerstag und Freitag haben wir das 2te Werk von GM in PE besichtigt. Ein überaus freundlicher Südafrikaner hat uns 2-3 h durch die Produktion geführt. In dem Werk werden Isuzu LKW´s hergestellt. Wir haben die Lackiererei, die Abteilung wo einzelne Teile der Unterbodens geschweißt werden und viel anderes gesehen. Der Mitarbeiter war echt cool drauf er wollt uns auch echt was zeigen. Er hat sich dann auch über andere Kollegen aufgeregt die uns nichts zeigen wollten! Es war auf jeden Fall sehr interessant.

Wie ihrs vielleicht schon gesehen habt, wir sind mittlerweile im Besitz eines Autos. Nicht mehr grad das jüngste, aber es läuft für sein Alter echt top. Ein alter VW Jetta cirka 22 Jahre alt, über 200 000 km und er läuft. Ja es ist doch sehr lustig mit dem Auto zu fahren. Zum einen weil es so alt ist, zum Andern weil hier ja alles „verkehrtrum“ ist! Fahren auf der linken Seite, sitzen auf der linken Seite schalten mit der linken Hand. Daran muss man sich erst kurz gewöhnen. Die ersten Fahrten in der Stadt waren doch ein wenig gewöhnungsbedürftig, wir ham uns einfach n bissl zu wenig ausgekannt. Daher sind wir auch ein paar Umwege gefahren bis wir an unserm jeweiligen Ziel angekommen sind. Alles sehr lustig!

Heute waren wir zu 4 im Seaview Lions Park, der so ungefähr 30 Minuten von unserm Haus entfernt ist. Dort kann man mit dem eigenen Auto durchfahren und nebenher Tiere beobachten. Unzählige Giraffen, Büffel, Springböcke, Zebras und sonstigen Tiere bekamen wir direkt vor die Kamera. In einem eingezäunten Gebiet waren dann die Löwen untergebracht. Die sind echt riesig ich hab sie mir immer ein wenig kleiner vorgestellt! Nach einer kurzen Fahrt sind wir am Hauptgebäude des Parks angekommen, dort waren dann noch kleine Tiger, Löwen, ein Krokodil und zahlreiche kleine Affen in den Bäumen zu sehen. Also eigentlich alle Tiere die man sich so vorstellen kann und dann auch noch so nah! Es war einfach nur der Hammer! Eine Giraffe stand uns mitten im Weg, da mussten wir dann wohl oder übel n paar Minuten warten bis sie Lust hatte aus dem Weg zu gehen. Auf jeden Fall muss ich am Ende dieses Tages sagen, dass sich die Fahrt sicherlich gelohnt hat. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen kurzen Abstecher zu Sardinia Bay gemacht.

Sardinia Bay ist eine der vielen Buchten in und um Port Elizabeth herum. Ein weiterer Höhepunkt hier und nach den vielen Tieren kurz vorher, ein herrlicher Meerblick und herrliche Sandlandschaft. So was hab ich echt noch nie gesehen. Das Wasser war leider noch ein wenig zu kalt! Aber schaut euch doch einfach selber die Bilder an und genießt. Ich denk jeder von euch wär auch gern dort gewesen. Auf dem Parkplatz zu dem Strand war dann der 3te Höhepunkt des Tages zu finden. In großer Schrift stand auf einem Wagen geschrieben: WURSTWAGEN
Wir sind natürlich gleich hingelaufen und tatsächlich der Verkäufer war aus Deutschland. Es gab alle deutschen Wurstarten und vieles mehr. Wir haben uns dann gleich mal jeder ne Currywurst gekauft, und die hat echt superlecker geschmeckt. Er hat uns dann noch 3 deutsche Metzger empfohlen, die hier in der Nähe zu finden sind. Fleisch ist hier sehr billig, deshalb zählt auch das sogenannte „Braai“ (Grillen) hier in Südafrika zu einer Volkssportart! Wurst findet man hingegen eher weniger und vom Geschmack her einfach nicht wie in Deutschland. Also vielleicht machen wir uns mal wenn wir uns nach deutscher Qualtitätswurst sehnen auf dem Weg zu einem der 3 Metzger. Nach der leckeren Currywurst und dem wunderbaren Meerblick sind wir wieder heimgefahren.

Daheim haben wir uns dann mal ein bisschen Haustechnischer Probleme gewidmet, haben Wäsche gewaschen, aufgehängt, versucht zu bügeln, unsere Zimmer gesaugt und entspannt. Nach einem leckeren Braai heut abend werden wir jetzt noch einen entspannten Abend einlegen, ein bisschen Karten spielen und dann auch irgendwann ins Bett gehen.

So das wärs dann mal wieder von mir soweit!

Liebs Grüßle Hops

Sonntag, 25. Juli 2010

Erste Tage - Viel erlebt

Ja auch wenn ihr erst jetzt von mir hört (oder lest) macht euch keine Sorgen ich lebe noch!
Die ersten Tage sind vorbei und ich hab sehr viel erlebt und es gibt eigentlich soviel zu erzählen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll!

Flug

Am Samstag sind wir (Marcel und ich, mein Maschinenbaukollege) nach ner langen Reise pünktlich um 12:50 Uhr in Port Elizabeth angekommen. Die beiden Flüge warn echt gut, der Erste von Frankfurt nach Johannesburg (Dauer ca.10 h) war über Nacht wir warn gut versorgt, haben alles bekommen was wir wollten. Ein gutes Entertainmentpacket und Essen und Trinken alles vom Besten! Die Nacht war leider nicht so erholsam wie man sich eine normale Nacht wünscht, viel Schlaf haben wir nicht abbekommen. Nach ca. 3 h Aufenthalt und einem kurzen Schläfchen in Johannesburg am Flughafen, ging es weiter nach Port Elizabeth. Wir sind dabei über sämtliche südafrikanische Vegetationszonen geflogen und haben sogar südafrikanischen Schnee begutachtet! Der Anfang der darauffolgenden bösen Szenarien haben am Flughafen in PE ihren Lauf genommen. Um 4 Uhr wurden wir, nach langer Warterei und nach Telefonaten auf den Anrufbeantworter, endlich von einem Fahrer der Uni abgeholt. Er hat uns dann, in die uns zuvor zugeteilte Wohnung gefahren. Dann fing das Übel erst richtig an!

Wohnungsprobleme

Die Wohnung war einfach nur widerlich, Schimmel im Bad, gelbe Badewanne, rostiger Kühlschrank etc. Zum Glück haben wir unsere Decken aus dem Flieger mitgenommen, sonst wären wir wohl in dieser Nacht bei geschätzten 8 Grad im Haus beinahe erfroren. Nach einer harten Nacht auf dem Sofa haben wir uns sonntags auf den Weg zur Uni gemacht. Nach vielen kleineren und größeren Umwegen sind wir nach 2 h Wanderung angekommen, nur leider konnten wir uns bei niemandem beschweren (wir dachten, weil zu dem Zeitpunkt eine Einführungswoche mit Programm war, dass jemand da sein könnte). Wir standen vor verschlossenen Türen.
Unser Weg hat uns schließlich in ein Internetcafe in der Stadt geführt. Im Internet haben wir selber nach Wohnungen gesucht und nach kurzer Suche fündig geworden. Sie war ganz in der Nähe von der Uni und wirklich sehr hübsch. Wir haben den Vermieter angerufen, er hat uns freundlicherweise mit dem Auto abgeholt, nach kurzem Begutachten haben wir dem Vermieter zugesagt .
Ja, wer jetzt denkt alles ist jetzt wieder in bester Ordnung, der täuscht sich leider gewaltig! Nun fing nach einer sehr erholsamen Nacht in unserem neuen Heim der Stress am Montag im International Office der NMMU an. Nach einer neu eingeführten Regel dürfen ausländische Studenten nur noch in, von der Uni akkreditierten, Wohnungen leben. Sie wollten uns wieder in diese widerliche Wohnung zurückverfrachten und haben uns gesagt, dass wenn wir nicht aus unserer neuen Unterkunft ausziehen, dann können Sie uns nicht einschreiben und wir können wieder heimfliegen! Durch Hartnäckigkeit und Sturheit auf unserer Seite haben wir nach etwa 5 h Diskutiererei und Warterei die Zusage bekommen, dass wir eine neue Bleibe von der Uni erhalten, die wesentlich schöner sei als die Erste. Also haben wir unsere Sachen wieder zusammengepackt, dem ehemals Vermieter tschüss gesagt, uns entschuldigt für allen Aufwand, den wir ihm bereitet haben und sind ausgezogen. Die Nacht von Montag auf Dienstag haben wir bei neuen Bekannten aus Oldenburg (zufällig getroffen) auf dem Sofa verbracht.
Dienstags sind wir nach einer langen Wanderung, wie so oft hier, wieder im International Office angekommen und nach langer Warterei sind wir nun in einem sehr schönen Haus untergekommen. Wir wohnen nun mit 13 anderen (die meisten Deutsche) das nächste halbe Jahr in einem netten Haus mit 2 Stockwerken, jeder hat sein eigenes Zimmer, zu dritt ein Bad und zu sechst eine Küche. Einen Garten gibt es und das Haus ist gegen jegliche Gefahr von außen gesichert.
Durch diese lange Prozedur an Wohnungsuche,-wechsel usw. sind wir leider noch nicht zu viel anderen Aktionen gekommen.

Landschaft & Leute& …

Es ist einfach schön hier! Selbst im Winter kann man hier bei ca.25 Grad im T-Shirt rumlaufen an den Strand gehn und wer Lust und Zeit hat auch baden. Wir sind jetzt ca. 20 Gehminuten vom Strand entfernt, und der ist echt sehr nice! Sonst könnt ihr vielleicht auch an den Bildern sehn, alles hier ist gut gesichert. Wer hier in Sicherheit leben will hat Stacheldraht ums Haus, hohe Mauern, Strom auf dem obersten Teil des Zauns und eine Alarmanlage! Also ein wenig anders wie in Deutschland. Ich hab jetzt noch nicht soviel mitbekommen vom Nachtleben, bin bisher immer brav, wenn´s dunkel wurde, in unserer Bleibe, und geh auch nicht mehr raus bis zum nächsten Morgen. Ein wenig schade ist das schon, denn hier wird’s grad gegen 6 Uhr spätestens dunkel. Einer aus unserem Haus hat ein Auto, mit dem man halt nachts auch noch flexibel ist und mal wo hingehen kann.
Die Leute hier mit denen ich bisher zu tun gehabt habe sind alle sehr hilfsbereit. Egal ob der freundliche ehemals Vermieter, die Personen vom International Office oder auch Andere, wenn man eine Frage hat wird einem gleich weitergeholfen. Man spürt keine Ablehnung oder sowas, wie es vielleicht in Deutschland gegenüber Studenten aus anderen Ländern der Fall wäre. Also einfach toll hier nach dem ersten überstandenen Stress!
Am Mittwoch waren wir das erste Mal bei GM, bei denen wir unser Praktikum absolvieren . Naja was soll ich sagen, es hört sich ziemlich locker an. Mit uns 3, die bei GM ihr Praxissemester machen, sind noch ca.30 andere Studenten dabei gewesen. Sie studieren ganz normal hier und machen im Lauf des Semesters in einer ihrer Vorlesungen ein Projekt mit GM. Einer der Sicherheitsbeauftragten hat erst Mal ne Stunde lang „gelabert“ was für Sicherheitsstandards GM hier hat und was für Sicherheitsstrukturen hier herrschen. Nach einer Führung durchs Werk bei der wir dann hervorragende Sicherheitslage begutachten konnten. (Wo Helmpflicht angezeigt wird, rennen alle ohne Helm rum….. nach kurzem Zögern habe ich einen von den Begleitern darauf angesprochen…. naja er hat erst Mal lang gehustet!) . Als wir dann nachgefragt haben, wann wir mit unserem Projekt anfangen und was wir machen müssen hieß es am Montag weiß er erst Näheres. Das heißt für uns Donnerstag und Freitag frei!

Am Freitag abend waren wir dann in nem Club. War echt cool da, ca. 80 % Schwarze und darunter wir paar Weiße. Ein Stock tiefer war dann noch ein anderer Club, da ham wir nur kurz zu dritt reingeschaut da warn wir unter 300 anderen die einzigsten 3 Weißen. Wenn man jetzt aber vielleicht denken mag die schauen ein blöd an oder reißen Sprüche über uns. Alles nicht wahr, alle warn nett zu uns ham mit uns geredet wollten wissen woher wir kommen und was wir machen. Alle sehr nett!

Also das wars jetzt erst Mal von mir ich hab leider noch kein Internet hier im Haus und zur Uni sinds halt auch immer gleich 25 Minuten zum Laufen. Der Vermieter ist grad leider in Kapstadt unterwegs und der richtet jedem hier das Internet ein, weil wir jeder für unser Internetnutzung zahlen müssen.
Machts gut und ich meld mich sobald ich kann wieder!
Erste Bilder werden später nachgereicht!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Jetzt gehts los!

Huhu ein letztes Mal aus Deutschland,

sodelle jetzt ist alles gepackt und ich freu mich natürlich schon megamässig, dass es morgen endlich losgeht! Morgen um 14:47 beginnt die lange Reise in Herrenberg. Von da aus nach Stuttgart --> Darmstadt --> Frankfurt --> Johannesburg --> Port Elizabeth !
Also ein ganz schön weiter Weg für einen, wie mich der noch nicht so weit in der Weltgeschichte rumgekommen ist!
Ich werd natürlich alle hier vermissen, aber in Zeiten von Internet ist ja alles nimmer so schlimm. Ich vergess euch auf jeden Fall nicht!
Also dann sag ich mal
Uhambe Kahle (goodbye)

Grüßle Hops

Samstag, 29. Mai 2010

Vorschau

Erst mal hallo an alle!

Ja falls du´s noch nicht weißt, ich bin von Mitte Juli (16.7) bis Ende Dezember in Port Elizabeth (Südafrika). Dort absolviere ich mein Praxissemester an der NMMU ("Nelson Mandela Metropolitan University!).
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und natürlich bin ich schon voller Erwartung, was so alles auf mich zukommen wird.
Hier auf der Seite werden dann, wenn alles so klappt wie ich mir´s vorstell, ab und zu n paar "kleinere Berichtle" zu lesen sein. Einfach so, dass ihr n bissl mitbekommt was bei mir so abgeht. Ich freu mich natürlich auch gern über E-Mails oder sonstigen Kontakt (ICQ,...).

So aber jetzt hab ich ja noch ein bisschen Zeit hier, in der noch einiges getan werden muss.

Ich hoff natürlich, dass ich euch alle nochmal seh, bevor ich dann für ein halbes Jahr verschollen bin :-)!

Machts gut!

Gruß Hops